Xenserver 5.6 - Servervirtualisierung mit maximaler Effizienz
Betrachtet man die IT Infrastrukturen heutiger Unternehmen, so findet man, daß ein Großteil aller dort im Betrieb befindlichen Serversysteme nur jeweils einem bestimmten Zweck dienen. Auf einer Serverhardware ist genau ein Serverbetriebssystem installiert, auf dem wiederum oft nur eine Server-Anwendung läuft. Egal ob es sich dabei um einen Terminal-, SQL-, Exchange-Server oder anderes handelt, allen gemein ist, dass sie die von der Server-Hardware zur Verfügung gestellte Rechen- und Speicherleistung nur zu einem geringen Prozentsatz in Anspruch nehmen. Dabei werden die Server aus Bedarfsgründen zumeist rund um die Uhr betrieben, es fallen, neben den Anschaffungskosten für Geräte und Ersatzteile hohe Kosten für Kühlsysteme, Ausfallschutz und vor allem für die kontinuierlich zugeführte elektrische Energie an. Und das, obwohl die Geräte im Tagesmittelwert quasi leerlaufen!
Die beste Lösung für dieses Dilemma stellt die sogenannte Virtualisierung dar. Dazu gibt es sehr unterschiedliche Ansätze. Die effizienteste Nutzung moderner Hardware-Virtualisierungsfunktionen, wie man sie in den neuen Systemen von Intel (Intel-VT) und AMD (AMD-V) findet, bei gleichzeitiger perfekter Isolation der virtuellen Maschinen, bietet dabei die Virtualisierungslösung von Citrix namens XenServer.
Citrix XenServer
Bei der im Citrix XenServer verwendeten Technologie handelt es sich um eine sogenannte "Paravirtualisierung". Dies bedeutet, der Virtualisierer stellt eine sehr hardwarenahe Schnittstelle bereit, auf die die angepassten Betriebssysteme hochperformant zugreifen können. Die Technologie ermöglicht eine sehr ressourcenschonende Virtualisierung, der zwischen Gastbetriebssystemen und der virtualisierten Hardware befindliche XenServer-Hypervisor (XenServer v 4.x, 5.x) ist dabei sehr schlank, sein Quelltext umfasst gerade einmal 50kB. Das führt auch zu einem sehr geringen Overhead der virtuellen Maschinen. Beim aktuellen XenServer 5.0 rechnet man bei Linux Gästen, die einen vollvirtualisierten Kernel verwenden mit einem Overhead kleiner 4% im Vergleich zu einer nativen Installation. Bei Windows Gastsystemen liegt der Overhead bei weniger als 6%. Dabei kann man mittlerweile das unveränderte Betriebssystem in eine virtuelle Instanz des XenServers installieren, die Installation eines paravirtualisierten Treibers für Netzwerk- und Memory-Zugriffe ermöglicht eine höhere Performance. Die Unterschiede zu einer nativen Installation sind marginal, in der Praxis nicht spürbar. Dabei kann der XenServer durchaus Hochleistungsmaschinen zur Verfügung stellen. Es werden aktuell bis zu 128GB physikalischer Speicher unterstützt, den virtuellen Maschinen kann man bis zu 8 virtuelle CPUs zuweisen.
Derzeit werden als Gastsysteme offiziell unterstützt:
Microsoft Windows 64-bit: weitere Systeme wurden bereits in unserem Labor erfolgreich getestet.
Microsoft Windows 32-bit:
Linux 64-bit:
Linux 32-bit:
Den XenServer 5.6 gibt es mittlerweile sogar in einer unlimitierten und durchaus Enterprise-tauglichen Edition kostenfrei. Diese kostenfreie Version beherrscht neben der Unterstützung von Shared Storage über iSCSI oder FC auch die Live-Migration mithilfe von XenMotion.
Gibt es im Unternehmen Bedarf für eine High Availibility Funktion, erweitertes Management und die spezielle Storagelink Technologie, kommen die kostenpflichtigen Citrix Essentials for Xenserver in der Enterprise oder Platinum Edition zum Einsatz.
Neben der Virtualisierung von Server-Hardware zum Zwecke der Konsolidierung stellen die heutigen Citrix XenServer Systeme ebenfalls eine ideale Plattform für virtuelle Desktop Infrastrukturen (VDI) dar. Das entsprechende Citrix Produkt XenDesktop lässt sich perfekt in die XenServer Ressourcen integrieren. Die bahnbrechenden Möglichkeiten der Live Ressourcen Verteilung und der Live Migration virtueller Maschinen zwischen den Hardware-Platformen heben die Betriebssicherheit solcher Lösungen auf ein ganz neues Niveau an.