Thin Clients

Thin-Client (engl. wörtlich "dünner Kunde", inhaltlich bezogen auf Client-/Server-Architekturen) bezeichnet innerhalb der elektronischen Datenverarbeitung eine Anwendung oder einen Computer als Endgerät (Terminal) eines Netzwerkes, dessen funktionale Ausstattung auf die Ein- und Ausgabe beschränkt ist.

Damit steht der Thin-Client zwischen dem Konzept des Fat-Client und dem des Ultra-Thin-Client: Das Thin-Client-Konzept bedeutet, dass ein Client seine Daten möglichst vollständig von einem Server bezieht. Das beinhaltet teilweise sogar das komplette Betriebssystem. In einer weiteren Variante verfügt der Thin-Client lediglich über ein stark abgespecktes Betriebssystem. Der Client hat gar keine Datenspeichermedien ("diskless client") und startet sein Betriebssystem entweder via Flash-Card oder über das Netzwerk, auf dem dann auch alle Applikationen liegen. Damit ist der Thin-Client konzeptionell die Rückkehr des Terminals in die heute so oft PC-basierte Rechnerumgebung.


Hierbei existieren zwei Möglichkeiten:

Erstens kann der Client sozusagen das Netzwerk als Datenspeicher nutzen, und die Programme statt von der Festplatte aus dem Netz laden und auf dem Client ausführen ("Thick-Client")

Zweitens kann der Client auch mit Hilfe spezieller Software (Citrix Metaframe, Tarantella, Microsoft Terminal Server, X11) nur die Ausgabe der gestarteten Programme wiedergeben, wobei diese auf einem zentralen Server gestartet und ausgeführt werden. Die Mausbewegungen und Tastaturanschläge werden hierbei von den Thin-Clients über ein spezielles Protokoll (X11, RDP, Citrix ICA) an den Server gesendet. Der Server sendet die Ausgabe der Programme zurück zum Client, der diese nur noch anzeigen muss (siehe auch X-Window-System). Dieses Prinzip ist geeignet für ASP (Application Service Providing), es erfolgt nur Ausgabe, nicht aber Ausführung der Programme auf den Thin-Clients.


Die Mitarbeiter der key-IT beschäftigen sich nun schon seit nahezu 14 Jahren mit der Technologie der Thin- Clients, insbesondere in CITRIX Umgebungen. Gelernt haben wir dabei unter anderem folgendes:

Die entscheidenden Faktoren bei der Auswahl von Thin-Clients sind deren Managementsoftware und Betriebssysteme. Ohne die Auswahl ausgereifter Produkte führen sie die Technologie des Server Based Computing ad absurdum (zurück zur Turnschuhadministration!).

Entscheiden Sie sich für möglichst leistungsfähige Plattformen. Die Performance der Darstellungsebene ist NICHT von der Client-Hardware entkoppelt. Die schnelle Darstellung von Applikationen erfordert unumstritten auch schnelle Endgeräte!

Bevorzugen Sie Hersteller, zu denen Sie direkte und kurze Kontakte pflegen können (Taiwan ist weit und die Hersteller sind plötzlich weg!)

Bevorzugen Sie Hersteller, welche auch in kurzer Zeit in der Lage sind die Anforderungen der Serverseite zu erfüllen! Ein Hersteller welcher ihnen erst nach vielen Monaten aktuelle ICA/RDP-Clients oder Patches zur Verfügung stellt, gefährdet somit Ihre gesamte CITRIX Infrastruktur, da die Features der Server eng mit der Clientsoftware gekoppelt sind!

Wir sind der Meinung, dass Ihnen vor allem auf LINUX basierende Endgeräte ein, weitestgehend, gesetzeskonformes Maß an IT-Sicherheit und Flexibilität liefern (Versuchen Sie doch einmal, alle aktuellen Microsoft-Security Patches in ein XPe basierendes Gerät zu quetschen. ”Geht nicht gibts doch!”).

IGEL LogoIGEL ThinClient

Bleiben Sie bei einem Gerätetyp; treffen Sie eine technisch fundierte Auswahlentscheidung.


Ergänzung:

Einhergehend mit der Renaissance der Mainframes fand am Ende des vergangenen Jahrtausends ein Paradigmen-Wechsel statt. Server-Based- beziehungsweise Thin-Client-Computing erfreuen sich seitdem starker Wachstumsraten. Immer mehr Hersteller steigen in die Produktion schlanker Endbenutzer-Syteme auf der einen und immer besser skalierbarer und leistungsfähiger Server-Systeme und Software-Implementierungen auf der anderen Seite ein. Virtualisierung für Storage, Server und Netzwerk ist die Technologie für heute und für die Zukunft.

Die Vorteile für den stationären Einsatz von Thin-Clients – besonders im Unternehmensbereich – liegen auf der Hand:

  • Geringere Kosten für die Administration von Hard- und Software,
  • geringere Anschaffungskosten und längere Lebenszyklen für die Endbenutzersysteme,
  • Sicherheitsrichtlinien lassen sich einfacher um- und durchsetzen, erlaubt ist nur, was zentral installiert wird,
  • Schutz vor Schadsoftware,
  • Data-Loss-Prevention (DLP): mit dem Fehlen lokaler Massenspeicher lässt sich sehr genau steuern und falls gewünscht protokollieren, welche Daten portabel sind und welche nicht,
  • geringerer Energieverbrauch der Client-Systeme sowie
  • geringerer Bandbreitenbedarf beim Standard-Einsatz im Büro.

Mittlerweile gibt es die unterschiedlichsten Arten von Thin-Clients, darunter Linux-basierte Thin-Client-Terminals, Windows-Based-Terminals (WBT), POS-Terminals (Kassensysteme), Browser-Terminals, Java-Terminals, Kiosk-Terminals sowie Abspielgeräte für IPTV (TV-Streamer) und Digital-Media-Signage und Terminals für weitere Spezialanwendungen.